TRAUMAPÄDAGOGIK

UND FACHBERATUNG

TRAUMAPÄDAGOGISCHE ARBEIT

MIT UND OHNE PFERD

 

Traumapädagogik in der Pferdegestützten Arbeit

Inhalte Traumapädagogischer Beratung (jeweils 60 min)

  1. Kennenlernen und Orientierung

  2. Erstgespräch (90 min)

  3. Psychoedukation/Befundung/Zielformulierung

  4. Ressourcenfindung und Ausdrucksmöglichkeiten

  5. Biographiearbeit /Life-Line (90 min)

  6. Inneres Team /Egostate Selbstdefinition (90 min)

  7. Die innere Haltung /Leitsätze/Selbstakzeptanz und Erkennen von eigenen Grenzen

  8. Umgang mit Emotionen

    • Lokalisierung und Benennen von Gefühlen​

    • Abgrenzungstechniken und Skills (Handwerkszeug für den Alltag: Bildschirmtechnik/sicherer Ort/Imagination/Tresorübung/Rucksack)

    • die innere Balance /Ja und Nein sagen/Geben und Nehmen

    • der Persönlichkeitskreis

  9. Bindungsverhalten und Beziehungen

10. verbale und nonverbale Kommunikation/Körpersprache

11. Trauerarbeit

Interdisziplinäres Traumpädagogisches Strukturmodell der Artübergreifenden Kommunikation

Das Pferde-Kommunikations-Training

Kontakt –Kommunikation – Begegnung – (Ver) Bindung

Contact - Communication – Joining – Bounding

  1. Die Technik ( nach Monty Roberts) Bodenarbeit/ Körpersprache mit dem Pferd

  2. Selbst/Fremdwahrnehmung

  3. Selbstwirksamkeit

  4. Abgrenzungstechniken – Erkennen und Benennen von Grenzen

  5. Orientierung , räumlich, zeitlich, emotional,körperlich

  6. Spiegeln

  7. Motorik/Körperspannung

  8. Mentales Training und Konzentration

  9. Emotionale Lokalisierung (Erkennen und Benennen von Gefühlen) Mimik/Gestik

  10. Offensive und Defensive – Präsenz und Rückzug –

  11. Das Aushalten von Widerstand/aktiver und passiver Umgang mit Widerstand

  12. Nonverbale Kommunikation

  13. Das Pferd als Projektionsfigur

  14. Selbstorganisation und Vertrauen

  15. Sensibilisierung und Desensibilisierung

  16. Der Umgang mit der Realität – Gegenwartsbezug und Verleugnung

  17. Atmung und Entspannung – innere Vorausschau-Impulskontrolle

  18. Der Weg der Worte – Das Beziehungsdreieck unter dem Aspekt der Bindungstraumatisierung

  19. Selbstwert und Identität

KREATIVE KINDERTHERAPIE

Für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen, Kontaktschwierigkeiten, Verlust der Impulskontrolle

Die kreative Kindertherapie basiert auf der Grundlage eines lösungsorientierten hypnotherapeutischen traumazentrierten Ansatzes in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Therapie richtet sich nach der Wirklichkeitswahrnehmung der Kinder. Es wird nach dem VAKO- Modell gearbeitet. ( V= visuell, A= auditiv, K= kinästhetisch/fühlen, bewegen, O= olfaktorisch/gustativ/Riechen/schmecken)

Durch Entspannungsbezogene Bewegungs-und Wahrnehmungsübungen wird die Wahrnehmung auf allen Sinneskanälen geschärft. Durch selektive Wahrnehmung und nicht gelerntem Umgang mit Gefühlen sind Kinder oft eingeschränkt, Zusammenhänge zu erkennen, die nötig sind, um sich integriert zu fühlen und um Sozialkontakte aufzubauen. Aufgrund des Gefühls, ausgeschlossen und unverstanden zu sein, entwickeln Kinder häufig Abwehrmechanismen, die als Symptome dann zum Ausdruck kommen.

( z.B. Verlust der Impulskontrolle, Verweigerungshaltung, innerer Rückzug, Angststörungen, Sprachverweigerung, Antriebsschwäche, Müdigkeit und andere psychosomatische Faktoren etc.)

Durch das Finden einer gemeinsamen Resonanz verbal und non-verbal(Pacing) wird auf der Basis von Wertschätzung, Annehmen der Person wie sie ist, Erfragen der Ausgangssituationen eine Ebene gefunden, auf der neue Wege und Denkstrukturen möglich werden. (Refraiming) Die Handlungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des Kindes werden erweitert. Indem das Kind dort abgeholt wird, wo es sich von seiner Wahrnehmung her befindet, fühlt es sich verstanden. So besteht die Möglichkeit, mit ihm zusammen, in seinem Tempo, den Wahrnehmungskreis langsam zu erweitern. Die emotionalen Veränderungsprozesse, die eine erweiterte Wahrnehmung mit sich bringt , müssen dabei integriert werden. Es finden Therapiebegleitende Elterngespräche statt oder Gespräche mit Bezugsbetreuern in Jugendhilfeeinrichtungen oder Kindergärten. So können die Kinder auch innerhalb der Familie und im Alltagsleben unterstützt werden. Ebenso ist es erfahrungsgemäß für die Eltern einfacher, wenn sie verstehen, warum sich ihr Kind so verhält und durch mehr Verständnis entsteht auch mehr Bereitschaft zusammen zu arbeiten. Durch das ernst nehmen seiner eigenen Gefühle und Wahrnehmungen lernt das Kind, zu seinen eigenen Grenzen und Möglichkeiten zu stehen und diese auch zu artikulieren. Es lernt, dass die Motivation dafür, etwas leisten zu wollen, aus seiner Entscheidung heraus kommen muss. Nur dann können sich auch Erfolgserlebnisse einstellen. Der Umgang mit Grenzen und Frustration gehört ebenso dazu, wie das Erkennen der eigenen Fähigkeiten. Der Therapieverlauf ist Prozessorientiert und richtet sich nach der Grundlage

  1. Fokussierung der Symptome und der Wahrnehmung

  2. Zuordnung der Symptome ins eigene System/Reflexion

  3. Auseinandersetzung

  4. Annäherung/Akzeptanz der schwachen Seite

  5. Integration

 

Je nach Bedarf werden Tiere in die Therapie mit einbezogen.

ELTERN UND FAMILIENBERATUNG

 

Für besseres Verständnis und Verstehen in Familien

Miteinander reden und zuhören lernen

Konstruktive Konfliktbewältigung – Jeder Streit hat einen Sinn wenn man ihn verstehen will

 

Hier handelt es sich um eine Beratung in Problem und Konfliktfällen, bei denen ein Weiterkommen für die Familie selbst nicht möglich erscheint.

Ziel der Beratung ist, jedem Familienmitglied zu ermöglichen, zu Wort zu kommen, ohne unterbrochen zu werden. Jeder soll angehört werden und zu seinen Grenzen, Wünschen und Möglichkeiten Stellung beziehen können. Es wird eine konstruktive Konfliktbewältigung in einem Naturbezogenem Umfeld angestrebt. So kann sich die Einstellung von belastenden Streitthemen in einen lebhaften Austausch von Unterschiedlichkeiten verwandeln.

Inhalte und Möglichkeiten der konstruktiven Konfliktbewältigung sind:

 

  • Das Zeigen/ausdrücken/verbalisieren von klaren Grenzen

  • Das senden von eindeutigen Botschaften

  • Der Umgang mit Wut, Frustration und Enttäuschung

  • Das aktive Zuhören und die Absicht, die Sicht des anderen zu verstehen

  • unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven nebeneinander stehen lassen zu können und einen gemeinsamen Weg finden, Bedürfnisse aufeinander einzustellen

  • Einigen auf das Verabreden von Deals – ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen schaffen

  • Verwandeln des „Entweder – oder “- Prinzips in ein „Sowohl- als auch“ –Prinzip

  • Umdeutungsmodelle schaffen, die Missverständnisse reduzieren

 

Motto: KLARE BOTSCHAFTEN BRINGEN Zu FRIEDEN heit

 

 

ELTERNBERATUNG IM RAHMEN DES HEILPÄDAGOGISCHEN REITENS UND DER KINDERTHERAPIE

Eine Elternberatung und begleitende Gespräche finden in jedem Fall begleitend zum heilpädagogischen Reiten und der Kindertherapie statt. Neben dem Erfahrungsaustausch mit den Eltern werden die momentanen Begebenheiten reflektiert und erörtert. Auftauchende Fragen, sowie Handwerkszeug für den Umgang im Alltag , Erklärungsmodelle für das Verhalten des Kindes und unterstützende Maßnahmen im Rahmen der Familie können besprochen, ausgetauscht und bearbeitet werden. Je nach Bedarf, spätestens jedoch nach jeder fünften Therapieeinheit sollte ein Gespräch mit den Eltern/Bezugsbetreuern stattfinden.